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Jugendarbeit in Gröbenzell

Jugendliche spielen im Leben Gröbenzells eine entscheidene Rolle. Neben der Vielzahl von Vereinen, die in Ihren Jugendgruppen wertvolle Arbeit verrichten, gibt es auch seitens der Gemeinde Gröbenzell Angebote an Jugendliche.

Die Gemeinde hat vor ca. 13 Jahren an der Gröbenbachschule das Schülerinnen- und Schülerzentrum (Schüz) eingerichtet, das die Arbeit der Lehrkräfte der Hauptschule in vielerlei Hinsicht unterstützt. Dort stehen eine Sozialpädagogin und ein Lehrer als Ansprechpartner für die Jugendlichen zur Verfügung. Neben Hausaufgabenbetreuung, Unterstützung bei Bewerbungen kommen auch Angebote der Freizeitgestaltung nicht zu kurz.

Im Jugendbegegnungszetrum Impuls 8406, das bereits seit der Eröffnung des Freizeitheims im Sousparterre seine Räumlichkeiten bezogen hat, arbeitet ein Team aus 4 Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowohl im offenen Betrieb als auch in Programmangeboten mit den Jugendlichen. Aber auch für Kinder gibt es einen seperaten Kindertag. Die Räumlichkeiten der JBS können auch für private Feiern angemietet werden. Anfang 2006 erstellte das Team der Jugendbegnungsstätte Impuls im Rahmen eines medienpädagogischen Projektes eine eigene Homepage http://www.impuls8406.de. Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen, die sowohl bei der grafischen als auch inhaltlichen Gestaltung der Seite mitwirkten. Das gemeinschaftliche Medienprojekt bedeutet nicht nur eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit, sondern hat vorallem die pädagogische Funktion, dass die Jugendlichen auch weiterhin bei der Pflege und Aktualisierung der Homepage eingebunden werden.

Kooperationstraining mit der 6. Klasse der Gröbenbachschule

Am Mittwoch, den 4. Juli 2007 fand in der JBS Impuls von 9:00 bis 14:00 Uhr ein Kooperationstraining mit der 6. Klasse der Gröbenbachschule statt. Das Projekt wurde von den Mitarbeiterinnen der JBS Impuls (Bettina Aufschneider und Stephanie Lauterbach) in Zusammenarbeit mit dem SchülerInnenzentrum (Michaela Unger) durchgeführt. Ziel war es, die Teamfähigkeit und Kommunikation innerhalb der Klasse zu fördern. Mit angeleiteten Interaktionsspielen wurden den SchülerInnen Bedeutung und Notwendigkeit von Zusammenarbeit in der Klassengemeinschaft bewusst gemacht. In den anschließenden Gesprächsrunden konnten sie ihr Verhalten reflektieren und über Maßnahmen zur Verbesserung der Teamfähigkeit diskutieren. Mit großer Begeisterung beteiligten sich die Jugendlichen vor allem bei den kreativen Aufgaben und waren bis zum Ende der Veranstaltung voller Eifer.

Ein besonderes Highlight stellten die T-Shirts dar, von denen jede/r SchülerIn eines geschenkt bekommen hatte. Diese konnten mit der großzügigen finanziellen Unter-stützung des 1. Bürgermeister Dieter Rubenbauer sowie der Gröbenbachschule an-gefertigt werden und sind mit den Logos der Gemeinde Gröbenzell, der JBS Impuls und der Hauptschule versehen.

 

Helden für 3 Tage – Die Katholische Pfarrjugend Gröbenzell hat in drei Tagen den Helden-Olymp bestiegen

Offiziell sollte die Aktion „3 Tage Zeit für Helden“ des Bayerischen Jugendrings (BJR) ja erst am Donnerstag, den 12. Juli 2007, abends um 18.15 Uhr starten. Für die drei Leiter der Katholischen Pfarrjugend Gröbenzell, Thorsten Wiegand, Lorenz Kapsner und Tobias Grabitz, begann das Projekt aber bereits fast 30 Stunden früher, am Mittwoch, kurz nach 13 Uhr. Der Geschäftsführer des Kreisjugendrings Fürstenfeldbruck (KJR), Thomas Boll, rief die drei Leiter am Mittwochmittag an, und teilte ihnen mit, dass der ursprüngliche Aktionspartner, der die Aufgabe in Gröbenzell für die Katholische Pfarrjugend organisieren bzw. stellen sollte, soeben kurzfristig abgesprungen sei. Die Gruppe hatte also einen Tag vor Aktionsbeginn keine Aufgabe mehr. Dennoch gelang es den drei Pfarrjugendleitern innerhalb eines Tages ein neues Projekt auf die Beine zu stellen, ohne den Reiz von „3 Tage Zeit für Helden“ zu gefährden. Bis Donnerstagabend hatte niemand der 30 Teilnehmer die Aufgabe erfahren, da die drei Leiter alles im Hintergrund geplant haben, um die Spannung bis zum letzten Moment aufrecht zu erhalten. Die Überraschung war auf jeden Fall riesengroß, als die drei Leiter am Donnerstagabend nach der Auftaktveranstaltung vor der Fürstenfeldbrucker Sparkasse in Gröbenzell auf dem Rathausplatz ankamen, und ihrer Gruppe die Aufgabe mitteilten. Der neue Aktionspartner waren nun die Pfadfinder. Die Katholische Pfarrjugend Gröbenzell sollte das Fischerhäusel im Fischerweg in Gröbenzell, das die Pfadfinder von der Gemeinde gepachtet haben, renovieren, einen Grill mauern, das Vordach reparieren, einen Weg verlegen und die Terrasse vor dem Haus neu pflastern. Doch bevor mit den Arbeiten begonnen werden konnte mussten alle zusammen mithelfen, das Schlafzelt für die 30 Teilnehmer auf dem Grundstück aufzubauen, und das Küchenzelt einzurichten. Sobald dies geschehen war, begannen ein paar Jugendliche gleich, bei Flutlicht, zwei alte Baumstümpfe im Garten auszugraben um dort am nächsten Tag das Fundament für den neuen Grill gießen zu können. Den Strom bezog die Gruppe über einen Benzingenerator, den der KJR Fürstenfeldbruck zur Verfügung gestellt hatte. Die Gemeinde Gröbenzell stellte der Gruppe ein Dixi-WC kostenlos auf dem Gelände auf und unterstützte das Projekt mit 250 Euro, die der Bürgermeister Dieter Rubenbauer den Leitern am Samstag persönlich übergab. Außerdem stellte der Bauhof Gröbenzell der Gruppe Arbeitsmaterialien zur Verfügung, wie z.B. Kies, Sand und Split, aber auch Steinplatten für die neue Terrasse und den Weg. Am Freitagvormittag musste die Gruppe ihren ersten Hilferuf bei Radio Bayern 3 senden. Es wurde dringend ein Bauschuttcontainer benötigt. Die Firma „Heifra“ aus Fürstenfeldbruck hat sich daraufhin gemeldet und gleich den Container in den Fischerweg gebracht. Währenddessen wurden weiter Materialien gekauft, wie z.B. Beton für das Fundament der Terrasse und des Grills, Mörtel und Ziegelsteine für den neuen Grill. Für die Einkäufe stellte der Malerbetrieb „Grabitz & Beutler“ aus München der Gruppe einen Ford Transit zur Verfügung. Weitere Spender bzw. Unterstützer waren u.a. die Firma „Ampertec“ aus Olching, die Schreinerei „Holz Widmann“ aus Olching, das „Baustoffzentrum Olching“ (BZO), die Bäckerei „Rackl“, die die Gruppe mit Semmeln und Brezen zum halben Preis versorgte und die Gärtnerei „Baumeister“, die der Gruppe einen ‚Rüttler’ zum Verdichten der Kiesschicht zur Verfügung stellte. Für Essen und Getränke bekam die Katholische Pfarrjugend Gröbenzell 500 Euro vom KJR gespendet, die am Freitagnachmittag von Diana Huber, die im Koordinierungskreis des KJR für die Gröbenzeller zuständig war, übergeben wurden. Zeitgleich besuchte Herr Bocklet, der ehemalige Europaminister und jetzige Landtagsabgeordnete, die Gruppe im Fischerweg und freute sich über das große ehrenamtliche Engagement der Gröbenzeller Jugendlichen, die wöchentlich in ihren Verbänden, der KJG (Katholische junge Gemeinde), den Pfadfindern (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg) und den Ministranten, Gruppenstunden abhalten, und nun im Fischerweg waren um gemeinsam das Fischerhäusel zu renovieren.

„Diese Aufgabe war eine große Herausforderung für unsere Gruppe, da die meisten von uns kaum Erfahrung im Handwerk hatten. Das Verlegen des Weges, das Betonieren und das Mauern des Grills bestand größten Teils aus ‚Learning by doing’. Aber wir haben alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten, sogar die Treppe zum Ascherbach wurde angelegt und ein kleiner Steg gebaut“, sagte Thorsten stolz. Lediglich am Sonntag gab es Schwierigkeiten mit den Nachbarn, die aufgrund von Lärmbelästigung die örtliche Polizei riefen, da ja trotz des Ruhetages weitergearbeitet werden musste, um am Abend, pünktlich um 18.15 Uhr, nach 72 Stunden, rechtzeitig fertig zu werden. Anschließend feierte die Katholische Pfarrjugend Gröbenzell noch ein bisschen in ihrem neu gestrichenen Haus, auf das alle nun sehr stolz sind.

Lorenz Kapsner