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Schienenverkehrslärm - Öffentlichkeitsbeteiligung an der Lärmaktionsplanung des Eisenbahnbundesamts

11.07.2017

Das Eisenbahnbundesamt hat kürzlich eine Lärmkartierung der Haupteisenbahnstrecken des Bundes – das sind Strecken mit mehr als 30.000 Zugbewegungen pro Jahr – durchgeführt.

Erfasst wurden auch die drei durch Gröbenzell führenden Eisenbahnlinien:

  • die Strecken München-Augsburg und
  • Pasing-Mammendorf (S-Bahn) und
  • die Güterumgehung an der Nordgrenze des Gemeindegebiets.

Maßnahmenvorschläge zur Minderung der Lärmemissionen der Gröbenzeller Ortsdurchfahrten enthält der Bericht nicht, da das Lärmsanierungsprogramm des Bundes bereits umgesetzt wur-de und die Maßnahmen - Bau von 4.105 m Lärmschutzwänden und Förderung des Einbaus von Lärmschutzfenstern - mit Ausnahme eines 300 m langen Abschnitts an der Exterstraße abgeschlossen wurden.

Das bedeutet nun keineswegs, dass die Beeinträchtigungen, die der Schienenverkehr in Gröbenzell verursacht, der Vergangenheit angehören. Insbesondere der Güterverkehr auf dem Nordring verursacht weiterhin Lärmemissionen, durch die die Anwohner in den nordöstlichen Wohngebieten erheblich belästigt werden.

Das Eisenbahnbundesamt führt jetzt im Rahmen der sogenannten Lärmaktionsplanung eine Öffentlichkeitsbeteiligung durch, bei der alle Personen, die von Eisenbahnlärm betroffen sind, die Gelegenheit haben, ihre Beeinträchtigungen an die zuständige Behörde des Bundes zu melden. Die Lärmaktionsplanung ist ein Verfahren, das auf der Grundlage der Lärmkartierung und unter Beteiligung der Öffentlichkeit das Ziel hat, hohe Lärmbelastung zu identifizieren. Die Beteiligungsplattform kann unter folgendem Link erreicht werden: www.laermaktionsplanung-schiene.de.

Die Gemeinde fordert die Anwohner der vom Eisenbahnlärm betroffenen Wohngebiete auf, das Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung zu nutzen und ihre Bewertung ihrer Lärmsituation an das EBA zu melden. Die Öffentlichkeitsbeteiligung dauert bis zum 25. August 2017.