Aller guten Dinge sind vier

Foto: Gemeinde Gröbenzell
Konzertreihe

Ein etwas anderes Auftaktkonzert zur 30. Saison der Gröbenzeller Konzertreihe

Gleich viermal betrat Dinis Schemann, Pianist und künstlerischer Leiter der Gröbenzeller Konzertreihe, am vergangenen Septemberwochenende die Bühne in der Rudolf-Steiner-Schule. Grund war das Auftaktkonzert der Reihe, das wegen der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Personenbeschränkungen viermal stattfand. Denn trotz der Einschränkungen in Zusammenhang mit Corona ist die Nachfrage nach Abonnements für die Reihe, die dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, konstant geblieben, und so kamen rund 300 Abonnenten am Wochenende in den Genuss eines Klavierkonzerts durch Dinis Schemann. 

30 Jahre Gröbenzeller Konzertreihe – ein Jubiläum anders als gedacht

Die Jubiläumsausgabe der Reihe sollte eine ganz besondere werden – und das ist sie auch, wenn auch dank Corona ganz anders als es die Kulturabteilung der Gemeinde rund um Agnès Leroux ursprünglich geplant hatte. Unter normalen Bedingungen bedeuten knapp 300 Abonnements einen ausverkauften Konzertsaal. Das Bild, das sich während der vier „ausverkauften“ Konzerte abzeichnete, war ein anderes: Abstände zwischen den Stuhlreihen sowie leere Sitzplätze zwischen Personen aus unterschiedlichen Haushalten, um die 1,5 Meter Mindestabstand zu gewähren. Somit fanden pro Konzert rund 70 Abonnenten Platz, die sich einer Stunde der klassischen Musik von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Alberto Ginastera sowie zu den südamerikanischen Klängen nach Ernesto Nazareth hingeben konnten.

Nur einer kam viermal in den Genuss, dem Klavierspiel zu lauschen: der Erste Bürgermeister der Gemeinde, Martin Schäfer, ließ es sich nicht nehmen, dem Ehepaar Schemann genauso oft zu 30 Jahren Gröbenzeller Konzertreihe zu gratulieren und einige Worte an die teils langjährigen Abonnenten der Reihe zu richten – manche sind tatsächlich, genauso wie Dinis und Susanne Schemann, seit Anfang an dabei. 

Gröbenzeller Konzertreihe – so geht es weiter

Entgegen vieler anderer Anbieter und trotz massiver finanzieller Einbußen und Mehrkosten (z.B. durch zusätzliche Reinigungen, personeller Mehraufwand etc.) hat sich die Gemeinde Gröbenzell entschieden, die Gröbenzeller Konzertreihe in der 30. Saison weiterhin – in Abhängigkeit des Infektionsgeschehens und unter den geltenden Sicherheitsmaßnahmen – durchzuführen.

„Ziel ist es einerseits, das kulturelle Leben in der Gemeinde zu erhalten, sie kommen ja alle gerne hierher“, erklärte Schäfer auf der Bühne des Konzertsaals, „Andererseits geht es schlichtweg darum, die Gröbenzeller Konzertreihe durch diese Krise zu retten.“ Funktionieren kann dies nur, indem alle (Künstler, Verwaltung sowie die Abonennten) an einem Strang ziehen, darin waren sich Schäfer und Schemann in ihren Reden einig.
Die kommenden Konzerte der Reihe finden daher samstags um 17:00 und um 20:00 Uhr mit jeweils ca. 70 Besuchern statt. Das hat zur Folge, dass „nur“ rund die Hälfte der Abonnenten pro Konzerttag zum Zug kommt. Wer welches Konzert besuchen darf, entscheidet das Los.

Die Gemeinde, insbesondere die Kulturabteilung sowie die künstlerische Leitung der Reihe bedanken sich bei den treuen Abonnenten, die sich in diesen außergewöhnlichen Zeiten flexibel und großzügig zeigen und die Maßnahmen und das weitere Vorgehen mittragen – getreu Schemanns Worten: „Ein Abo in diesen Zeiten sagt mehr als tausend Worte.“

 

Alle Konzerte der 30. Saison auf einen Bllick

Aufgrund der aktuellen Situation gibt es leider keinen Verkauf von neuen Abonnements und Eintrittskarten für die Konzerte der 30. Saison. Auch an der Abendkasse werden keine Karten verkauft. Wir bitten um Ihr Verständnis.