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Lange Tafel der Genüsse

11.09.2012

Der Sturm auf die Lange Tafel

Die Sonne strahlte auf etwa 4.000 Besucher herab, die am 9.September in Gröbenzells Mitte an der ersten Langen Tafel Platz nehmen wollten. Nach Angaben der Wirte wurden mehr als 3.000 Essen ausgegeben. Mit einem solchen Ansturm hatten weder der Veranstalter, der Bund der Selbständigen BdS, noch die Gastronomen gerechnet, und so kam es, dass die Rathausstraße zur Nachschubrennstrecke wurde. Mindestens zehn Mal sei er gefahren, so der Wirt vom Il Classico, die Hexe mobilisierte die letzten Fleischreserven aus dem Restaurant, um alle Gäste auf der Meile zufrieden zu stellen. Alte-Schule-Wirt Thomas Letsch hätte doppelt so viele Spanferkel grillen können, dem Ristorante Stivale ging um 16.30 Uhr der Fisch aus. Unermüdlich für Nachschub sorgte auch das Team der neu in Gröbenzell beheimateten Bäckerei Reicherzer. Statt der angekündigten acht Meter Apfelstrudel hatte man vorsichtshalber schon mal zwölf Meter gebacken. Als diese nach nur zwei Stunden weg waren, stellte sich Martin Reicherzer in seine erst in der Nacht komplett eingeräumte neue Backstube und backte noch einmal zwölf Meter. Es geht also gut los für die sympathische Bäckerfamilie, deren Kinder den ganzen Tag über am Stand halfen.

Auch das neue Hotel Da Vinci nutzte die Lange Tafel, um sich den Gröbenzellern mit einem Tag der offenen Tür vor zu stellen, was sehr zahlreich genutzt wurde.

Sigrid Wittlieb vom BdS war mehr als erleichtert, dass die Lange Tafel so gut angenommen wurde:" Natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass das Wetter uns sehr in die Karten spielte, aber bereits im Vorfeld war das Echo auf unsere Werbung überaus positiv." Sie selbst habe sich gegen Mittag eine kurze Verschnaufpause gönnen wollen, aber keinen freien Platz mehr gefunden – in diesem Fall zu ihrer großen Freude. Ähnlich erging es wohl etlichen Gröbenzellern, denn die umliegenden Restaurants wurden von denen gestürmt, die in der Kirchenstraße keinen Platz mehr gefunden hatten. Besonders freute sich die Veranstalterin über das Lob einer alten Dame aus dem Betreuten Wohnen, die am Morgen danach anrief und sich für die schöne Veranstaltung fast vor der Haustür bedankte. Die kurze Strecke habe man gut dem Rollator bewältigen können, und es sei doch heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass so viel fremde Leute so gutgelaunt an einem Tisch beieinander sitzen.