Barrierefreie Ansicht
Kontakt

Festsetzung von Überschwemmungsgebieten


Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es wichtig ist, aktiv vorzusorgen, um Hochwasserschäden zu minimieren. Eine Voraussetzung dafür ist, die Gebiete zu ermitteln, die bei Hochwasser überschwemmt werden. Das Wasserhaushaltsgesetz verpflichtet deshalb die Wasserwirtschaftsämter zur Ermittlung und Kartierung der Überschwemmungsgebiete auf der Grundlage eines 100-jährlichen Hochwasserereignisses. 
Im Anschluss daran werden die ermittelten Überschwemmungsgebiete durch die Landratsämter in den Amtsblättern öffentlich bekannt gemacht und dadurch vorläufig gesichert. Abschließend erfolgt dann der Erlass einer Rechtsverordnung mit endgültigen Bestimmungen zum Schutz der überschwemmten Bereiche.

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck hat am 11.01.2016 ein Überschwemmungsgebiet im Bereich des Starzelbachs, des Ascherbachs und des Gröbenbachs bekannt gemacht und damit vorläufig gesichert.

Rechtswirkungen
In den kartierten Überschwemmungsgebieten bedürfen folgende Vorhaben einer wasserrechtlichen Genehmigung:

* Ausweisung von neuen Baugebieten durch die Gemeinden,
* Errichtung oder Erweiterung baulicher Anlagen,
* Errichtung von Mauern, Wällen oder ähnlichen Anlagen quer zur Fließrichtung des Wassers bei Überschwemmungen,
* Aufbringen und Ablagern von wassergefährdenden Stoffen auf dem Boden, es sei denn, die Stoffe dürfen im Rahmen einer ordnungsgemäßen Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden,
* Nicht nur kurzfristiges Ablagern von Gegenständen, die den Wasserabfluss behindern oder die fortgeschwemmt werden können,
* Erhöhen oder Vertiefen der Erdoberfläche,
* Anlegen von Baum- und Strauchpflanzungen, soweit diese den Zielen des vorsorgenden Hochwasserschutzes entgegenstehen,
* Umwandlung von Grünland in Ackerland.

 

Die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen  (z.B. Heizöl oder Diesel) im amtlich festgesetzten oder vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet kann im Hochwasserfall zu verheerenden Umweltschäden führen. Daher gelten für die Errichtung von Öltanks in Überschwemmungsgebieten erhöhte Anforderungen u.a. zur Auftriebssicherheit sowie spezielle Prüfpflichten (z.B. für Heizöl-Lagerbehälter von 1.000 bis 10.000 Liter).


Liegt Ihr Grundstück im Überschwemmungsgebiet?

Die im Hochwasserfall überschwemmten Flächen sind in den Plänen des Landratsamtes grundstücksgenau erfasst und verzeichnet. Die Pläne, das Grundstücksverzeichnis und der Erläuterungsbericht können auf der Internetseite des Landratsamtes unter

www.lra-ffb.de/lra/bekanntmachungen.shtml  eingesehen werden.

 

Vom 11.01. bis zum 11.02.2016 können die Unterlagen auch im Rathaus der Gemeinde Gröbenzell während der Öffnungszeiten bei Frau Oeschey (Zimmer Nr. 01-17) eingesehen werden.

Weiter werden alle ermittelten und festgesetzten Überschwemmungsgebiete im Internet unter der Adresse www.lfu.bayern.de/wasser/fachinformationen/iueg/index.htm
im „Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete in Bayern“ für die Öffentlichkeit dokumentiert. Dort sind auch weitere Informationen über Überschwemmungsgebiete sowie rechtliche Grundlagen und Hinweise zum Festsetzungsverfahren enthalten.