Vogel- und Fledermausnistkästen am Gröbenzeller Friedhof

14.10.2021

In Städten und in Landschaften, die immer häufiger heckenlos und „aufgeräumt“ sind, finden sich immer weniger Nischen für die bunte Vogelwelt. So sind in Deutschland bereits 110 Vogelarten als gefährdet eingestuft. Auch Fledermäuse sind oftmals verzweifelt auf der Suche nach neuen Unterkünften. Um diesen besorgniserregenden Entwicklungen auf kommunaler Ebene entgegenzuwirken, haben Mitarbeiter*innen des Umweltamts und der Friedhofsverwaltung insgesamt zwölf Vogel- und Fledermausnistkästen auf dem Gelände des Friedhofs montiert. Die Idee hatte der BUND Naturschutz an die Gemeinde herangetragen.


Die beiden, selbstreinigenden Fledermauskästen hängen ab mindestens vier Metern Höhe und können von den meisten gängigen Fledermausarten als Spaltenquartiere genutzt werden. Die zehn Vogelnistkästen sind auf mindestens zwei, höchstens vier Metern angebracht. Sie verfügen über verschieden große Einfluglöcher. Nistkästen mit kleinen Fluglöchern können beispielsweise von Kohlmeise, Haussperling, Feldsperling, Kleiber oder Wendehals besiedelt werden. Die Nistkästen mit etwas größeren Fluglöchern können von Star, Gartenrotschwanz und Mittelspecht genutzt werden. Selbstverständlich können Vogelnistkästen aber auch von Fledermäusen bezogen werden, z.B. der Fransenfledermaus oder dem Braunen Langohr.


Die frisch angebrachten Nistkästen sind sicher vor Katzen, Mardern sowie (bedingt auch) vor Waschbären und aus atmungsaktiven Holzbeton konstruiert. Zur Befestigung dient ein baumschonender Aluminiumnagel, an dem die Nistkästen mit einem Stahlbügel festgemacht sind. Die Vogelkästen werden einmal jährlich kontrolliert und anschließend mit Heißwasser gereinigt, um potentielle Krankheitserreger zu vernichten.

Vogelnistkasten am Gröbenzeller Friedhof

Foto: Gemeinde Gröbenzell, Hehenberger