Barrierefreie Ansicht
Kontakt

Wirtschaftsförderer des Landkreises starten gemeinsame landkreisweite Unternehmensbefragung

21.05.2019

In diesen Tagen erhalten rund 4.500 Unternehmen im Landkreis Fürstenfeldbruck einen Fragebogen. Die Wirtschaftsförderung des Landratsamtes möchte – wie schon 2013 und 2016 - ermitteln, welche Anforderungen seitens der Betriebe künftig an den Wirtschaftsstandort gestellt werden und welche Herausforderungen auf den Landkreis Fürstenfeldbruck zukommen. An der aktuellen Fortschreibung sind erstmalig die Städte Germering und Puchheim und die Gemeinde Gröbenzell beteiligt. Die Wirtschaftsförderinnen wollen gemeinsam die aktuelle Standortzufriedenheit und die künftigen Bedarfe der Betriebe speziell an ihren Standorten im Landkreis ermitteln, um sich für die Zukunft strategisch aufzustellen.

„Für viele politische Entscheidungen zur Kreisentwicklung, aber auch in den Kommunen vor Ort, sind die Einschätzungen der ansässigen Unternehmen von großer Bedeutung“, erläutert Landrat Thomas Karmasin. Werden Erweiterungsflächen benötigt? Wie ist die Zufriedenheit der Unternehmen mit der Breitbandversorgung? Gibt es Interesse an unternehmensübergreifenden Kooperationen, z.B. im Bereich der Ausbildung? Und welche Weichen sollen und können für die Wirtschaft in den Kommunen und im Landkreis dafür gestellt werden?

 „Dabei wollen wir die Fachkräfteproblematik weiter im Auge behalten“, sagt Wirtschaftsförderin Barbara Magg. Sie koordiniert die Befragung im Landratsamt. Durch den Vergleich der  diesjährigen Befragung mit den vorangegangenen empirischen Studien sollen die Bemühungen um die Fachkraftsicherung im Landkreis weiter vorangetrieben werden.

 „Neben der Beschäftigungssituation geht es um die aktuelle Standortzufriedenheit und um künftige Entwicklungsengpässe der Betriebe. Oft kann hier durch einen einfachen Informationsaustausch und die Vernetzung entsprechender Akteure weitergeholfen werden“, so Sonja Weinbuch, Wirtschaftsförderin der Stadt Puchheim.

 „Außerdem wollen wir erfahren, welche Betriebe Pioniere z.B. in Sachen Digitalisierung oder Nachhaltigkeit sind, denn gerade diese Themen werden uns künftig sehr stark beschäftigen“, ergänzt Petra Tech, Wirtschaftsförderin der Stadt Germering.

 Raffaela Scelsi von der Wirtschaftsförderung Gröbenzell betont dabei, dass es neben einem aktuellen Datenbestand sehr wichtig sei, ob und wie schnell als Kommune vor Ort Abhilfe bei Problemen geschaffen werden könne, ob das Serviceangebot der Wirtschaftsförderungen zu den Anforderungen der Unternehmen passe und wie es stetig verbessert werden könne.

 Die Wirtschaftsförderinnen unterstreichen, dass man durch die gemeinsame und konzertierte Befragung die Unternehmen nur einmal bitten müsse, einen Fragebogen auszufüllen. Deswegen hoffe man auf eine hohe Rücklaufquote. „Wir bitten die Unternehmen in ihrem eigenen Interesse um Mitwirkung“.

Unternehmen, die keinen Fragebogen erhalten, sich aber beteiligen möchten, werden gebeten, sich an die Wirtschaftsförderung zu wenden, erreichbar unter Tel. 08142/ 505-294 oder per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@groebenzell.de.

 Die ersten Fragebögen gehen bereits ein. Die Auswertung der Ergebnisse soll in einer öffentlichen Veranstaltung Ende 2019 vorgestellt werden.

Foto: Pixabay_AndiBreit