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Wer - Wann - Wohin: Befragung zum Mobilitätsverhalten in Gröbenzell

Wie mobil sind die Bürgerinnen und Bürger Gröbenzells? Welche Wege werden in Gröbenzell, welche nach München oder darüber hinaus durchgeführt? Welche Verkehrsmittel werden für welche Wege, zum Beispiel zum Einkaufen, in der Freizeit, zur Arbeit genutzt?

 Im März und Mai 2020 führt die Gemeinde Gröbenzell eine Befragung zur Mobilität ihrer Bürgerinnen und Bürger durch, um Antworten auf diese Fragen zu erhalten.

Hierbei soll vor allem herausgefunden werden, welche Verkehrsmittel den Gröbenzeller Haushalten zur Verfügung stehen (wie z.B. Auto, Fahrrad, etc.) und „von wo nach wo“, zu welchem Zweck und mit welchen Verkehrsmitteln Wege  an einem ausgewählten „Stichtag“ zurückgelegt werden. Auch die Gründe, warum manche Verkehrsmittel eher wenig genutzt werden und Angaben, wo Defizite gesehen und Verbesserungen im Verkehrsangebot gewünscht werden, sind von Interesse.

 

Hintergrund der Mobilitätsbefragung

 Die Erhebung des Mobilitätsverhaltens gehört zu den wesentlichen Grundlagen der Verkehrsplanung und ist wichtige Grundlage für eine gezielte Anpassung der Mobilitätsstrukturen der Gemeinde. Auf Basis der Ergebnisse können neue Verkehrsangebote geschaffen, Defizite in Handlungsprogramme aufgenommen und

gegebenenfalls Infrastrukturen ausgebaut werden. Ein wesentliches Ergebnis der  Befragung ist die prozentuale Aufteilung unterschiedlicher Verkehrsmittel am gesamten Verkehrsaufkommen, der sogenannte „Modal-Split“. Die Mobilitätsbefragung ist außerdem Voraussetzung dafür, dass Gröbenzell dauerhaftes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) werden kann.

 Insgesamt werden bei der Haushaltsbefragung 1.500 Haushalte angeschrieben, die in einer Zufallsstichprobe ausgewählt wurden. Das zufällige Ziehen der Haushalte ist wichtig für eine statistisch gesicherte Auswertung, sodass eine Hochrechnung auf die gesamte Gröbenzeller Bevölkerung von gut 20.000 Einwohnern erfolgen kann – deswegen kann leider nicht jeder, der Lust hat, mitmachen.

 

Ablauf der Befragung

 Die Befragung erfolgt an insgesamt zwölf Stichtagen in zwei sogenannten „Erhebungswellen“ von je zwei Wochen: Sechs Wochentage (je zwei Mal Dienstag bis Donnerstag) im März und sechs Wochentage im Mai. Der Stichtag ist dabei der in den Erhebungsunterlagen vorgegebene Tag, für den der/die Bürger/in ihre zurück-gelegten Wege in dem so genannten „Wegeprotokoll“ dokumentiert. Die ausgewählten Haushalte erhalten ab Ende Februar ihre Befragungsunterlagen, die sie schriftlich, im Internet oder bei Bedarf auch telefonisch beantworten können.

Die Teilnahme der ausgewählten Personen an der Befragung ist freiwillig!

Jedoch hängt die Qualität der Ergebnisse stark vom Rücklauf ab – die Gemeinde bittet deshalb alle ausgewählten Haushalte um deren Mithilfe!

 Die Befragung wird von der Gemeinde Gröbenzell mit Unterstützung vom Planungsbüro LK Argus (www.lk-argus.de) durchgeführt. Da bei der Befragung mit persönlichen Angaben der Bürgerinnen und Bürger gearbeitet wird, ist diese mit dem Datenschutzbeauftragten der Gemeinde abgestimmt und wird unter strengen Datenschutzauflagen durchgeführt. Im gesamten Verlauf der Befragung ist die Anonymität der Teilnehmenden gewährleistet!

 Hier kommen Sie direkt zur Online-Befragung

 Häufige Fragen (FAQs) zu der Mobilitätsbefragung können Sie hier einsehen.

 Sobald die Ergebnisse der Befragung vorliegen, wird die Gemeinde Gröbenzell hier über diese informieren.

Verkehrsanbindung & Geografie

Albert Fischer

Gartenstadt Gröbenzell
Die Gemeinde Gröbenzell wird gerne als "Gartenstadt" im Grünen mit vielen idyllischen Ecken zum Wohnen und Wohlfühlen bezeichnet - für kleine und große Leute. Als politisch zweitjüngste der 23 Landkreisgemeinden liegt die Gemeinde Gröbenzell, gegründet im Jahre 1952, im östlichsten Teil des Landkreises Fürstenfeldbruck in Oberbayern. Mit der östlichen Gemeindegrenze endet der Landkreis Fürstenfeldbruck und das Stadtgebiet München beginnt. Im Norden und Westen grenzt Gröbenzell an die Gemeinde Olching, im Süden an die Gemeinde Puchheim.

Auf die Gesamtzahl der Einwohner bezogen verfügt die Gemeinde über ein relativ kleines Gemeindegebiet von insgesamt ca. 634 ha und ist damit die kleinste Gemeinde des Landkreises Fürstenfeldbruck. Bei ca. 19.350 Einwohnern (fünftgrößte Gemeinde des Landkreises) ist Gröbenzell damit die am dichtesten besiedelte Gemeinde im Freistaat Bayern und steht in der bundesweiten Rangliste an fünfter Stelle.

Straßenanbindung

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Die Gemeinde liegt im sogennanten Tangetenviereck, das aus der A8 (Stuttgart-München), der A99 (MünchnerAutobahnring), der B2 (München-Augsburg) und der B471 besteht. Von diesen Fernstraßen aus ist die Gemeinde über leistungsstarke Zubringer gut erschlossen.

Gröbenzell ist über das Fernstraßennetz der Bundesautobahnen über die A8 (Ausfahrten Dachau/Fürstenfeldbruck oder Langwied) sowie über die A 99 (Ausfahrt M.-Lochhausen/Gröbenzell) schnell erreichbar.

Unterwegs mit dem Radl

Der Arbeitskreis Verkehr der lokalen Agenda21 in Gröbenzell hat viele interessante Tipps für Radlfahrer zusammengestellt: unterwegs mit dem Radl

Statt Daumen hoch: Mitfahrbank in Gröbenzell

Der Verkehrsreferent der Gemeinde Dr. Reinhard Paesler und der Erste Bürgermeister der Gemeinde Martin Schäfer. © Gemeinde Gröbenzell

Wer hier sitzt, der signalisiert „Ich will mitgenommen werden“: Es geht um die erste Mitfahrbank in Gröbenzell, die Anfang April 2019 an der Olchinger Straße eingeweiht wurde und mit der die Gemeinde eine sinnvolle Ergänzung zum Öffentlichen Nahverkehr anbietet.

Wie funktioniert die Mitfahrbank? Das Prinzip ist einfach: Schild umklappen, setzen, warten, mitfahren. Bürgerinnen und Bürger stellen das Richtungsschild nach München ein (wahlweise S-Bahnhof Lochhausen, S-Bahnhof Pasing oder S-Bahnhof Moosach) und dann heißt es warten und bei der nächsten Gelegenheit einsteigen und mitfahren. Die neue Bank steht gut sichtbar und deutlich beschildert an der Staatsstraße in Fahrtrichtung München auf Höhe des Drogeriemarkes dm.

Die Mitfahrbank besteht aus einer Bank, einem Radparkplatz mit Ansperrmöglichkeit sowie einem Masten mit Wegweisern. Autofahrende mit passendem Ziel und freien Sitzplätzen können die potentiellen Mitfahrerinnen und Mitfahrer ganz unkompliziert mitnehmen. „Mitnehmen und mitgenommen werden kostet kaum Zeit und kein Geld“, so Bürgermeister Martin Schäfer bei der Einweihung. „Es fördert die Kommunikation und schont die Umwelt. Mitmachen kann jeder!“ Dazu sei es einfacher als bei einer Mitfahrbörse, freute sich der Bürgermeister.

Vorerst sind drei Wegweiser für folgende Ziele montiert: S-Bahn Lochhausen, Pasing und Moosach. Ein weiteres Schild verweist auf die Partnerstädte der Gemeinde Garches bei Paris und Pilisvörösvàr in Ungarn. Wer weiß, vielleicht gibt es einmal eine außergewöhnliche Geschichte dazu zu erzählen. Bei Bedarf können weitere Zieleschilder ergänzt werden.

Mit dem Projekt solle kein Ersatz, sondern vielmehr eine Ergänzung zum bestehenden ÖPNV angeboten werden, erklärte Schäfer. Die überwiegend positiven Erfahrungen in anderen Gemeinden und der vergleichsweise überschaubare finanzielle Aufwand für die Mitnahmebank hätten den entscheidenden Impuls für die Umsetzung gegeben. Es sollen noch zwei weitere Bänke installiert werden.

Wie sieht es mit den rechtlichen Aspekten aus?
Beim Einsteigen in einen fremden Pkw denkt niemand an einen Unfall. Doch sollte es dazu kommen: Ist der Mitfahrende geschützt? Könnten bei einem Unfall Schadenersatzforderungen auf den Mitnehmenden zukommen?
Man kann entspannt mitfahren. Eventuelle Schadenersatzansprüche sind gedeckt. Eigenvorsorge ist nicht notwendig. Warum? In Deutschland muss für jeden Pkw eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Darüber sind alle Haftpflichtansprüche Dritter – also auch die des Mitfahrenden – versichert. Reguliert werden neben Personenschäden auch Schäden, die als Folge eines Unfalls auftreten, zum Beispiel Verdienstausfall, Schmerzensgeld oder Rentenzahlungen.
Dementsprechend ist es unerheblich, ob der mitnehmende Autofahrer schuldlos in eine Karambolage verwickelt wird oder ob er selbst dafür verantwortlich ist.

Fazit: Einer gelegentlichen Mitnahme Fremder steht nichts im Wege. Sie ist im Rahmen der privaten Kfz-Haftpflichtversicherung mitversichert. Etwas anders sieht es bei einer gewerblichen Mitnahme aus. Wer Zweifel hat, kontaktiert am besten seinen Kfz-Haftpflichtversicherer.


Eine Mitfahrbank aufzustellen hat für die Gemeinde keine haftungsrechtlichen Folgen, denn die Benutzung der Bank geschieht freiwillig, ohne Vertrag und ohne Bezahlung.

Bürgermeister Schäfer beim Testen der Mitfahrbank.
© Gemeinde Gröbenzell
Wer mit dem Rad kommt, hat hier die Möglichkeit, es abzustellen.
© Gemeinde Gröbenzell

Mitfahrzentrale (MIFAZ)

Die Gemeinde Gröbenzell ist an die Mitfahrzentrale (MIFAZ) angeschlossen, eine Online-Vermittlung von Fahrgemeinschaften. Die Nutzer können die gewünschten Strecken in Form von Angeboten und Gesuchen inserieren und mit Hilfe einer Karte und intelligenter Umkeissuchfunktion nach Einträgen suchen. Schwerpunkt der MiFaZ ist der Pendlerverkehr, d.h. alle Menschen die regelmäßig kürzere Strecken fahren. Deshalb wird die MiFaZ speziell für Landkreise, Städte und Gemeinden oder Firmen eingerichtet.

Car-Sharing

.. perfekt für alle die jenigen, die nur gelegentlich ein Auto benötigen: Statt-Auto-München