Der Krisenfall
Immer wieder kursieren in Medien und Gesellschaft Informationen zu einem möglichen Blackout – ein über einen längeren Zeitraum andauernder Stromausfall, hervorgerufen durch die Energiekrise, Naturkatastrophen, Cyberattacken oder durch andere Ursachen. Auch die Gemeinde Gröbenzell trifft Vorkehrungen für den, laut Expertinnen und Experten derzeit unwahrscheinlichen Fall, eines länger andauernden Stromausfalls. Beim Thema „Blackout-Vorsorge“ ist aber nicht nur das Rathaus, sondern jeder Bürger und jede Bürgerin gefragt.
Empfehlung für Bürgerinnen und Bürger
Damit die wichtigen Dinge im Notfall nicht fehlen, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe einen Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen erarbeitet. In diesem Ratgeber finden Sie alle wichtigen Themen und Checklisten, um im Notfall gerüstet zu sein. Die Checklisten geben Ihnen einen Überblick über das, was Sie im Notfall an ausreichendem Vorrat z. B. an Getränken, Lebensmittel, Medikamenten, usw. brauchen.
Neben der Versorgung mit einer Notfallausrüstung empfiehlt es sich, klare Absprachen innerhalb der Familie zu treffen, zum Beispiel: Wie kommen die Kinder nach Hause? Wo trifft man sich im Notfall? Wer kümmert sich um die Oma, die eine Ortschaft weiter wohnt?
Ebenfalls sind Absprachen innerhalb einer Wohngemeinschaft sinnvoll: Wer kontrolliert im Falle eines Blackouts den Fahrstuhl? Gibt es im Haus Menschen, die Hilfe benötigen und die nicht wie gewohnt versorgt werden können? Das frühzeitige Klären dieser Dinge sorgt für Entspannung im Ernstfall.
Weiterführende Erläuterungen und Hilfestellungen zum Thema gibt es unter anderem auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe , auf der Website des Landratsamts unter www.lra-ffb.de/blackout sowie auf der Website der Kampagne „Schritt für Schritt krisenfit“. Neben den Informationen für die persönliche Vorsorge finden sich dort auch Handlungsempfehlungen und Checklisten für verschiedene Bereiche der kritischen Infrastruktur.
Anlaufstelle für die Bevölkerung im Notfall ist das Rathaus
Im Falle eines Blackouts ist in Gröbenzell das Rathaus die zentrale Anlaufstelle, der sogenannte „Leuchtturm“, für gesundheitliche und technische Notfälle sowie für eventuelle Vermisstenfälle. Ebenso ist ein Info-Punkt geplant sowie eine „Helfer-Börse“, wo Bürgerinnen und Bürger sich gegenseitig nach dem „Suche/Finde“-Prinzip mit Hilfsdienstleistungen unterstützen können. „Ruhe bewahren, Solidarität und Rücksichtnahme, gegenseitige Hilfe – das sind die Schlüsselwörter für den Krisenfall“, appelliert Martin Schäfer, „aber davor gilt: Vorbereitung ist alles.“