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HQ100 Überschwemmungsgebiet Gröbenzell

Karte: Ingenieurbüro CDM Smith

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck veröffentlichte 2016 eine Karte der Überschwemmungsgebiete innerhalb des Landkreises. Die Gebiete beziehen sich auf den Starzelbach, den Ascherbach und den Gröbenbach, in den Städten Germering, Puchheim und Olching sowie den Gemeinden Alling, Eichenau, Emmering und Gröbenzell.

 Basierend auf neuen Datengrundlagen wurde in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt München (WWA) nun eine aktualisierte Version der Karte erarbeitet und Anfang 2019 in einer Zwischenpräsentation vorgestellt. Die Kartenausschnitte („K3“ bis „K19“) der jeweiligen Kommunen können auf der Internetseite des Landratsamts Fürstenfeldbruck heruntergeladen werden. Die neu berechneten Flächen weichen unter anderem in Gröbenzell von den bisherigen ab. Die Übersichtskarten über das gesamte Gemeindegebiet und die Lage der Ausschnitte können hier eingesehen werden.

 Die Karten sind in erster Instanz fünf Jahre rechtsgültig. Im Laufe des nächsten Jahres 2020 kommt es dann zum Festsetzungsverfahren für die Gebiete – Betroffene haben dabei die Möglichkeit, Einwendungen vorzubringen. Bis zum Abschluss des Verfahrens sind die Gebiete nur „vorläufig“ gesichert.

Was steckt hinter der Fläche eines Überschwemmungsgebiets?

Grundlage für die ermittelte Fläche, welches ein Überschwemmungsgebiet einnimmt, ist das 100-jährliche Hochwasser (in der Gewässerkunde als „HQ100“ bezeichnet). Das heißt, ein so stark erhöhter Wasserstand (Pegel), wie er durchschnittlich, bzw. statistisch gesehen einmal in einhundert Jahren auftritt, zum Beispiel durch ein langanhaltendes oder sehr starkes Niederschlagsereignis. Da es sich bei einem HQ100 um einen statistischen Wert handelt, kann dieses allerdings auch mehrfach innerhalb von 100 Jahren auftreten, oder gar nic

Neben dem 100-jährlichen Hochwasser können auch Überschwemmungsgebiete auf Basis von häufigen (HQhäufig), oder extremen (HQextrem) Pegelständen berechnet werden.

Warum ist das wichtig?
Die Erfassung und Absicherung potenzieller Überschwemmungsgebiete ist eine wichtige Aufgabe für Kommunen und Landkreise. Massive Regen- oder Hagelniederschläge, wie sie erst im Mai 2019 im Landkreis Fürstenfeldbruck niedergegangen waren, werden vermutlich auch künftig vermehrt auftreten. Auf bayernweiter Ebene können sich die Kosten durch Überschwemmungen schnell im Milliarden-Euro-Bereich bewegen. Hauptsächlich sind es Schäden an Infrastruktur, Landwirtschaftsflächen und Bebauung sowie nachgeschaltete „Aufräumarbeiten“, welche die enormen Kosten verursachen.

 Auch deshalb gelten die Flächen nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) als „(vorläufig) gesichert“: Durch Regelungen in der Ausweisung neuer Baugebiete und der Genehmigung von Bauvorhaben sollen Schäden an Gebäuden vorgebeugt und Anwohner geschützt werden. Damit beim Rückzug des Wassers nach einem Hochwasserereignis Schadstoffeinträge verhindert werden, die sich negativ auf die Gewässerökologie und –qualität auswirken könnten, bestehen außerdem Einschränkungen in der Lagerung von Schadstoffen oder Heizöl.

 Auf die ermittelten Daten stützen sich die Hochwasserschutzkonzepte der betroffenen Kommunen. So auch das integrale Hochwasserschutzkonzept (IHSK) der Gemeinde Gröbenzell, welches über den AmperVerband zusammen mit den Kommunen Alling, Olching, Puchheim und Eichenau aktuell von dem Ingenieurbüro CDM Smith ausgearbeitet wird. Im IHSK werden die natürlichen und technischen Maßnahmen festgelegt, durch welche bebaute und bewirtschaftete Gebiete geschützt werden, ohne dabei andere Kommunen durch zum Beispiel Gewässerumleitungen oder -stauungen zu belasten.

 Nützliche Weblinks:
Auf der Website des Bayerischen Landesamts für Umwelt können weitere interessante Informationen, u.a. zu Ermittlung und Festsetzung der Gebiete, Auswirkungen und Vorsorge, sowie Online-Karten gefunden werden.

Im Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete kann man sich außerdem selbstständig erkundigen, ob und in welchem Überschwemmungsbereich das eigene Grundstück liegt.

 Auf der Website des Landratsamts Fürstenfeldbruck sind das Merkblatt zum Schutz der Überschwemmungsgebiete, ausführlichere und baurechtliche Informationen sowie die Kartenausschnitte der Überschwemmungsgebiete aller Gemeinden zum Download bereitgestellt.

Überschwemmungsgebiet und Hochwasser

Foto: Pixabay/Insubria

Seit 12.01.2016 ist für die Gemeinde Gröbenzell ein vorläufig gesichertes Überschwemmungsgebiet bekannt gemacht.
Grundlegende Informationen zum vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet erhalten Sie in der Bekanntmachung vom Landratsamt Fürstenfeldbruck vom 11.01.2016.
(Aus Datenschutzgründen enthält die elektronische Fassung des Amtsblattes immer den Hinweis "nicht amtliche Fassung".)

Die Karten des vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebietes können Sie hier einsehen.

Das 100-jährliche Hochwasserereignis (HQ100) ist die Grundlage, auf der das vorläufig gesicherte Überschwemmungsgebiet ermittelt wurde. Die Karte des HQ100, sowie Karten und Informationen zu häufigeren und selteneren Hochwasserereignissen, können Sie hier herunterladen.

Informationen zum Bauen im vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet finden Sie im Merkblatt zum Schutz der Überschwemmungsgebiete des Landratsamtes Fürstenfeldbruck. Eine Liste der nötigen Antragsunterlagen für Bauvorhaben im vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet finden Sie in der Anlage zum Merkblatt.
Bitte beachten sie auch den Hinweis, dass jede Person, die von Hochwasser betroffen sein kann, zur Vorsorge vor nachteiligen Folgen für Mensch, Umwelt oder Sachwerte verpflichtet ist (§ 5 Abs. 2 WHG). Im Besonderen im Hinblick auf die Schutzgüter Leib und Leben sollten sich die Wohn- bzw. Schlafräume über der HQ100-Wasserspiegellinie befinden.

Den Auskunftsbogen zur hochwasserangepassten Ausführung bei der Errichtung oder Erweiterung von baulichen Anlagen können Sie hier abrufen.

Allgemeine Informationen zu hochwasserangepasster Bauweise finden Sie in der Hochwasserschutzfibel.

Wichtige Informationen zur sicheren Heizöllagerung in Überschwemmungsgebieten können Sie hier herunterladen.

Hochwassergefahren können auch von Starkregen und hohen Grundwasserständen ausgehen und an Gewässern auftreten, für die es momentan keine Darstellung der Gefahrenflächen gibt. Insofern ist es grundsätzlich wichtig, neben dem baulichen Hochwasserschutz auch im Rahmen der Eigenvorsorge auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Ob Gummistiefel, Taschenlampe, Sandsäcke oder Notgepäck. Es sind viele kleine Dinge, mit denen man sich im Vorfeld auf ein Hochwasserereignis vorbereiten kann. Bei Gefahr von Überschwemmungen halten Sie sich bitte nicht in Kellern oder Tiefgaragen auf.
Grundlegende Informationen darüber, an was Sie im Vorfeld denken sollten, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, entnehmen Sie bitte dem Merkblatt zur Vorsorge und Eigenhilfe bei Hochwasser (MVE14) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Die gesamten Unterlagen und das Kartenmaterial können auch in Papierform im Rathaus der Gemeinde Gröbenzell (Danziger Str. 23, 82194 Gröbenzell, Zimmer-Nr.: 01-17) während der allgemeinen Öffnungszeiten eingesehen werden. Bitte vereinbaren Sie vorab telefonisch einen Termin mit Frau Oeschey (08142/ 505-236). Die Broschüren liegen zum Mitnehmen im Rathaus aus.

Infoveranstaltung zum Thema Hochwasser am 13. Juli 2017 um 19.00 Uhr im Gröbenzeller Bürgerhaus

Seit Januar 2016 ist für Teilbereiche Gröbenzells ein vorläufig gesichertes Überschwemmungsgebiet ermittelt und öffentlich bekannt gemacht. Bisher wurde über verschiedene Medien darüber berichtet. Zu diesem Thema findet am Donnerstag, den 13. Juli 2017 um 19.00 Uhr im Bürgerhaus der Gemeinde Gröbenzell, Rathausstraße 1, eine Infoveranstaltung statt. Vertreter des Wasserwirtschaftsamts München, des Landratsamts Fürstenfeldbruck und der Gemeinde Gröbenzell werden über das vorläufig gesicherte Überschwemmungsgebiet und Maßnahmen zum Hochwasserschutz informieren und Fragen beantworten.